| 70 Jahre Entwicklung des Zuse-Rechners Z3 |
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Das Konrad-Zuse-Museum Hünfeld mit Stadt- und Kreisgeschichte präsentierte am 27.11.2011 gleich drei Aktionen zum Anlass des 70. Geburtstages des Zuse-Rechners Z3.
Die Z3 gilt als der erste lauffähige, frei programmierbare, in binärer Gleitkommarechnung arbeitende Rechner der Welt. Die Veranstaltung begann am frühen Abend auf dem Gelände vor dem Museum mit der Vorstellung des Zuse-Lochstreifenweges.
Bei seinen ersten Rechnern Z1 und Z3 (gebaut in den Jahren 1936 bis 1941) verschlüsselte Konrad Zuse die Befehlsfolge seiner Programme durch Lochen eines Kino-Normalfilms. Ein solcher Film wird durch den in das Pflaster eingearbeiteten Lochstreifenweg nachempfunden.
Jeder Befehl umfasste 8 Bit (8 Zeichen: Lampe
aus/an), die in Zweierreihen von je 4 Bit angeordnet waren (hier dargestellt
durch 8 Lampen). Zwischen zwei aufeinander folgenden Befehlen ist jeweils eine
Leezeile eingeschoben. Die seitliche Umrandung durch kleine schwarze und weiße
Steine deutet die Perforation des Filmes an. In der Steuereinheit des
Lochstreifenweges sind mehrere Programme gespeichert, die unterschiedliche
Laufmuster (Befehle der Z3) darstellen können. Eingeschaltet werden die
Leuchten zu den Öffnungszeiten des Museums und zu besonderen Anlässen. Die Planung und Programmierung wurden durch den Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Fulda durchgeführt. Begleitet wurden die Arbeiten von Herrn Dr. Wilhelm Mons, Abteilungsleiter im Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte. Die Finanzierung erfolgte als Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Hünfeld und der Kirchengemeinde St. Jakobus im Rahmen der Herstellung eines barrierefreien Zuganges zur Stadtpfarrkirche St. Jakobus und des Konrad-Zuse-Museums mit Stadt- und Kreisgeschichte über das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“. Anschließend wurde im Museum von Dr. Mons die Sonderausstellung zur Geschichte der Z3 eröffnet.
Danach präsentierte Dr. Horst Zuse die Funktionen seines Nachbaues der Z3.
Dr. Horst Zuse wurde von Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und dem Stadtverordnetenvorsteher Stefan Schwenk für seine Verdienste für die Stadt Hünfeld die St-Ulrich-Plakette verliehen, eine hohe Auszeichnung der Stadt.
Die Veranstaltung fand großen Anklang in der Öffentlichkeit und der Presse, ca. 150 Besucher konnten die interessanten Vorstellungen verfolgen.
>>> Weitere Infos auch bei "zuse.de" und "osthessennews.de/archiv".
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