Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte
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Tel: 06652/919884 - Kirchstr. 4-6, 36088 Hünfeld
Hünfeld ist Konrad-Zuse-Stadt PDF Drucken E-Mail
Samstag, 2. September 2006
Ortseingangsschild Hünfeld - Konrad Zuse Stadt - Landkreis Fulda

Fotos: Daniel Kister

Ortsschild enthüllt und Museum erweitert

"Hünfeld ist Konrad-Zuse-Stadt" - unter diesem "Markenzeichen" lud die Haunestadt heute Mittag gleich zu zwei Terminen ein: Zuerst wurde ein Ortsschild mit der Zusatzaufschrift "Konrad-Zuse-Stadt" feierlich enthüllt. Im Anschluss wechselten die Festgemeinde ins Stadt- und Kreisgeschichtliche Museum, wo die Eröffnung der erweiterten Ausstellungsräume für die Arbeiten des Computererfinders stattfand.

Zu den Ehrengästen zählten unter anderen der Staatssekretär Dr. Walter Arnold vom hessischen Ministerium für Finanzen und der aus Berlin angereiste Erfindersohn Prof. Dr. Horst Zuse. Künstler, genialer Erfinder, Pionier, Mann der ersten Stunde, und wie Walter Arnold sagte: "Ein Mensch, den ich gerne persönlich kennen gelernt hätte", - die Lobbezeichnungen der Redner für den Erfinder des Computers Konrad Zuse waren vielfältig. Der Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel sprach in seiner Rede zur Enthüllung des neuen Ortsschildes die Bedeutung des berühmten ehemaligen Mitbürgers und die inzwischen auch öffentliche Anerkennung seiner bahnbrechenden technisch-erfinderischen Leistungen an. Zuletzt sei "der Vater des Computers" bei einer ZDF-Publikumswahl zu den wichtigsten fünf deutschen Erfindern gewählt worden. Der aus Berlin stammende Ingenieur Konrad Zuse lebte von 1957 bis zu seinem Tod im Jahre 1995 in Hünfeld, wo er auch auf dem neuen Friedhof seine letzte Ruhestätte fand.

Im neuen Zuse MuseumIm Anschluss an die Enthüllung versammelten sich die Gäste im Stadt- und Kreisgeschichtlichen Museum. Durch Sanierung und Umbau des Gebäudes "Am Kirchplatz 8" ist die Erweiterung des Konrad-Zuse-Museums möglich geworden. Nun kann im Stammgebäude (Am Kirchplatz 6) der Museumsinsel durch eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche das Lebenswerk des Computerpioniers angemessen dargestellt werden. Als neue Exponate sind unter anderem die Zuse-Rechner "Z 11" und "Z 31" hinzugekommen. Neu ist außerdem eine Präsentation über die Geschichte der Speicher und eine Darstellung von Holzschnitten und Gemälden des - auch künstlerisch tätigen - Erfinders. Die neuerlichen Einrichtungskosten wurden grob auf 10.000 Euro geschätzt.

Die Erweiterung des Museums werde dazu beitragen, die Besucherzahlen zu erhöhen, glaubt Museumsleiter Rigobert Guthmüller. Als "ungeheuren Schatz" bezeichnete Bürgermeister Fennel die Exponate der Zuse-Ausstellung. Das Museum gehe weit über ein Heimatmuseum hinaus und zeige ein einzigartiges Angebot. Allerdings sei "ein Museum nie fertig", es müsse immer leben. Als "schönstes Zuse-Museum" würdigte der älteste Sohn des Erfinders, Prof. Dr. Horst Zuse, die Hünfelder Ausstellungsräume. "Sie haben Dinge, die das Berliner Konrad-Zuse-Museum nicht hat", freute sich Zuse.

Quelle: osthessennews.de - Vielen Dank für die freundliche Genehmigung!

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