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Nachlese zum Museumstag 16.5.2010
Mittwoch, 19. Mai 2010
Der Internationale Museumstag Im Konrad-Zuse-Museum war ein Erfolg.
„Museen für ein gesellschaftliches Miteinander“. Eingeleitet wurde der Museumstag durch eine Gesangsgruppe. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Karl Sauerbier eröffnete die Kreisbeigeordnete Frau Dr. Friedericke Lang die Ausstellung. Der Stadtrat Alois Kalb sprach Grußworte für den Magistrat der Stadt Hünfeld. Beide Gremien Landkreis Fulda und Stadt Hünfeld sind Träger der Stiftung Stadt- und Kreisgeschichtliches Museum mit Konrad-Zuse-Museum.
Danach führte die stellv. Museumsleiterin Frau Diplommuseologin Ute Schneider die Gäste in das Thema ein. Die Ausstellung, die die Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg zeigt, konnte von der Gedenkstätte Trutzhain ausgeliehen werden. Sie trägt den Titel „Im Fremden ungewollt zuhaus“. Sie erinnert mit beeindruckenden historischen Bildern die Not der Menschen in dieser Zeit und erzählt die Geschichte Flucht und Vertreibung in einer Zeitspanne von einem Jahrhundert. Dabei wurde auch deutlich, dass das menschliche Miteinander von Neuankömmlingen in ihrer neuen Heimat Hessen und der aufnehmenden Bevölkerung nicht immer harmonisch ablief.
Nach einem weiteren Gesangstück und einem Gedicht über die verlorene Heimat der Russlanddeutschen und ihr Wille, sich in der neuen Heimat zu hause zu fühlen wurde der offizielle Teil der Veranstaltung mit den Dankesworten an alle Helfer und Akteure, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben beendet. Die musikalische Umrahmung gestalteten: Anna Neubauer, Jana Tegel und Elena Töws. Anschließend wurden interessierte Besucher in ein sogenanntes Erzähl-Cafe eingeladen um sich über das Gesehene auszutauschen. Das Erzähl-Cafe gehört zu einem neuen Projekt des Museums. Dabei sollen sich Menschen, die etwas zu erzählen haben die Möglichkeit bekommen, ihr Wissen als Zeitzeuge weiter zu geben. Die gewonnenen Informationen werden vom Museum (Frau Ute Schneider) gesammelt, aufbereitet und später in einer "Sammlung erzählter Geschichten" präsentiert. Bei dieser Aktion fand ein reger Gesprächsaustausch statt. Dabei war es vordergründig, interessierte Menschen für eine freiwillige spätere Beteiligung zu gewinnen. Die Ausstellung ist noch bis zum 13.06.2010 im Empfangsraum des Museums zu sehen.
Das Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte Hünfeld plant im Rahmen des diesjährigen Internationalen Museumstages einen kulturellen Aktionstag. Das Motto des Museumstages lautet in diesem Jahr: „Museen für ein gesellschaftliches Miteinander“.
Programm:14.00 Uhr Begrüßung durch die Museumsleitung
Eröffnung der Sonderausstellung „Im Fremden ungewollt zuhaus“
Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg. Neue Heimat in Hessen.
Anschließend sind interessierte Besucher in einem Erzähl-Cafe
eingeladen, sich über das Gesehene auszutauschen.
Das Museum ist an diesem Tag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenfrei.
Neueröffnung der Abteilung "Leben mit der Grenze"
Sonntag, 27. Dezember 2009
Abteilung „Leben mit der Grenze“
Neueröffnung der Abteilung „Leben mit der Grenze“ am Sonntag, 29.11.2009
Das Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und
Kreisgeschichte hatte schon bei seiner räumlichen Erweiterung zur Museumsinsel
im Jahr 2007 u.a. eine Grenzabteilung aufgebaut, die jedoch nur spärlich mit
Exponaten versehen war.
Die Vorgängerorganisation der
Bundespolizei am Standort Hünfeld, derBGS, besaß einen gut ausgestatteten „Grenzinformationsraum“.
Mit der veränderten Aufgabenstellung
der neuen Organisation verlor dieser Raum an Bedeutung, sowohl dienstlich, als
auch öffentlich.
So wurde mit dem Konrad-Zuse-Museum
mit Stadt- und Kreisgeschichte vereinbart, die Exponate und Dokumente zu
übernehmen.
Dies war für das Museum ein
Glücksfall.
Zahlreiche Utensilien von der
ehemaligen DDR-Grenzanlage und Ausrüstungsgegenstände ost- und westdeutscher
Grenztruppen sowie umfangreiches Bild- und Textmaterial gingen in den Besitz
des Museums über.
So kann zum 20. Jahrestag der
Grenzöffnung das Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und
Kreisgeschichte eine weitere Attraktion für seine Besucher bieten.